Antworten auf häufige Fragen


Das kann doch nicht gesund sein?

Diesen Satz höre ich regelmäßig und es stimmt. Gleichzeitig, ist nicht jedes Kilo schneller weniger gesünder als 193 Kilo?

In Fachkreisen wird gesundes Abnehmen mit 1 bis 2 Kilo im Monat angegeben. Okay, bei 20 Kilo zuviel akzeptiert und verstanden. Abnehmdauer bei 2 Kilo Defizit im Monat:  10 Monate! Nur wie sieht es bei 120 Kilo zuviel aus? Hier hilft ebenfalls Mathe. 120 Kilo geteilt durch 2 = 60 Monate bzw. 5 Jahre! Und das ist das eigentliche Problem. Das hätte nicht mal ich geschafft. So lange diszipliniert abzunehmen und dafür die Motivation aufbringen. Obwohl ich schon sehr willensstark und fokussiert sein kann. Und was hätte mein Körper zu der weiterhin andauernden (hohen) Belastung gesagt. Ich kann nur mutmaßen! Ich meine, ich hätte meinen 50ten Geburtstag nicht erlebt. Dafür war schon zu viel im argen, gesundheitlich außer Kontrolle geraten! Ärzte und Fachberater mögen das anders sehen. Nur eine Garantie gibt es auch dort nicht. Meine Meinung als Betroffener! 

Ich habe mich daher entschieden schnell abzunehmen und noch schneller gesund zu werden. Vorausgehend war ein nicht mehr messbarer Blutzucker-Wert von über 500. Ich bekam Todesangst. Ich hatte Atemnot, Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Schwindel, Übelkeit und Angstgedanken („Das ist ein HerzinfarktJetzt sterbe ich gleich“). Gleichzeitig wollte ich nicht ins Krankenhaus. Ich hatte Panik vor den Krankenschwestern und den Ärzten. Ich wollte nicht, dass sie denken, ich sei ein schlechter Mensch. Maßlos, fett und undiszipliniert. Ich hatte Angst vor den Vorurteilen. Gedanken über Gedanken. 

Dann, ein paar Tage später sah ich mich selbst im Spiegel und bemerkte, so kann es nicht weitergehen. Ich sah einen dicken und verzweifelten Guido. Da wurde mir bewusst, nur ich kann das ändern. Die Verantwortung liegt ausschließlich bei mir. 

Also fing ich an zu handeln. Und durch mein Diabetes-Problem wusste ich auch wie. Von jetzt auf gleich aß ich weniger und reduzierte den Zucker, später die Kohlenhydrate. Nach wenigen Wochen war ich bei 500 kcal am Tag angekommen. Beim Einkaufen drehte ich jedes Produkt um und setze mich intensiv damit auseinander. So nahm ich sehr schnell ab. Das motivierte mich weiterzumachen und half mir zielgerichtet und diszipliniert dran zubleiben. Auch an schweren Tagen.

 "...denn 500 kcal am Tag sind zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig!" Gleichzeitig wusste ich, in wenigen Monaten bin ich da durch und habe es geschafft. Und dann sehe ich weiter.

Wie hast du deine Ernährung umgestellt?

Ausgangslage 193 Kilo. Hilfsbedürftig, größere Anstrengungen lebensbedrohlich. Nicht mehr messbarer Blutzucker > 500.  Daher radikal und von jetzt auf gleich über die deutliche Reduzierung von Zucker! Limonaden, Fruchtsäfte, Pudding, Eis, Joghurts, Kuchen, Schokolade und Süßigkeiten wurden sofort abgesetzt. Später reduzierte ich Kohlenhydrate und Fruchtzucker. Keine Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Dann stellte ich auf Hähnchen- und Puten-Fleisch sowie Forelle, Seelachsfilet und Thunfisch um. Keine Panade! Meine vormals geliebten Burger, Frikadellen, Schnitzel, Döner, Pizza, Pommes mit Mayo, Aufläufe und Gratins sowie Chips, Frucht- und Weingummis waren ab da tabu. Und sind das bis heute. Zudem reduzierte ich drastisch den Salz-Konsum. Das schwemmte zusätzlich schnell Wasser aus.  

Wann bzw. zu welcher Zeit hast du gegessen?

Hierzu fällt mir der Spruch ein, den ich im Läuferknie-Podcast gerissen habe „Kennst du Kalorien, die eine Uhr haben? Nein? Ich auch nicht!“ Die richtige Frage lautet somit, wie kann ich den Hunger so lange wie möglich rauszögern, um dadurch Mahlzeiten einzusparen? Bei mir geht das über mehr Routine, weniger Stress und mehr Schlaf. So habe ich erst auf zwei Mahlzeiten hintrainiert. Nach wenigen Wochen kam ich dann mit einer Mahlzeit klar.

Das half mir enorm konsequent zu bleiben. Denn so konnte ich meine Willenskraft schonen, hatte schnellen Erfolg und blieb hoch motiviert. Auch zahlte es auf meinen Selbstwert ein. "Siehst du, du kannst es ja doch!".

Meine Alternative wäre gewesen, mehrmals am Tag die Kontrolle über das eigene Essverhalten zu behalten. Nur wenn ich das gekonnt hätte, wäre es ja nie zum meinem krankhaften Übergewicht gekommen. Sei es die ungesunde Auswahl, die Mengen, die Selbststeuerung aufhören oder weiteressen und die Entscheidung satt oder nicht satt.  War die Tür erstmal geöffnet, gab es oftmals kein Halt. Wie die Büchse der Pandora. Das Unheil begann. 

So wie am Beispiel einer Schokolade. Habe ich keine zuhause, kann ich gut darauf verzichten. Habe ich einen Vorrat, kann ich schon schwieriger nein sagen. Und habe ich sie erst mal aufgerissen. Mehr will ich dazu nicht sagen. Oder wer mag schon gerne verzichten? Ich bis heute leider nicht. #Selbststeuerung #Wahrheit #Pur   

Was hast du bei 500 kcal gegessen?

Die Antwort ist grün, grüner am grünsten. Sehr viel Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Kohlrabi, Rosenkohl, Spinat, grüne Paprika und Pepperoni, Champignons,  Gurken, Eisberg- und Feldsalat, Tomaten, Schnittlauch, Zwiebeln, Knoblauch Fast nur Gemüse und ganz wenig Obst. Und wenn Obst, dann gefrorene Himbeeren oder Erdbeeren - durch den geringen Fruchtzucker-Anteil. Selten einen halben Apfel. Nur so war es für mich überhaupt möglich (wenn auch nur kurz) satt zu werden. Hierbei half mir gleichzeitig rechnen, rechnen, rechnen.

Gehen 500 kcal am Tag auch wenn ich arbeiten gehe, ich Prüfungen habe oder ich lernen muss?

Nein, auf gar keinen Fall. Bei einem so hohen Defizit hatte mein Körper nur noch damit zu tun aus den vorhandenen Reserven Energie zu gewinnen. Gleichzeitig wurden scheinbar alle Aktivitäten runtergefahren, um meinen Energieverbrauch zu begrenzen. Damit waren meine kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Kreativität, Planen sowie jegliche Form von Bewegung und körperlicher Arbeit massiv eingeschränkt. Ich habe mich schlapp, müde und kraftlos gefühlt.

Was ist mit der Haut? Hattest du OPs? 

Im sichtbaren Bereich hat sich meine überschüssige Haut deutlich zurückgebildet. Am Bauch ist noch einiges an Haut und Bindegewebe vorhanden. Dieses kann ich durch Kleidung jedoch gut verdecken. Eine OP hatte ich nicht. Auch habe ich Angst vor einem derartigen großen Eingriff. Vom zeitlichen Ausfall mal ganz abgesehen. Daher setze ich hier weiter auf intensives Lauftraining für ein athletischeres Aussehen. 

Wann bist du angefangen zu laufen?

Am 04. Januar 2017 mit einem Startgewicht von 93 Kilo (100 Kilo weniger). Der BMI sagt dazu leichtes Übergewicht (26,6). Vorausgegangen waren Schwimmen mit 170 Kilo und tägliches Radfahren ab 150 Kilo.   

Geht die schnelle Leistungssteigerung nicht auf die Gelenke?

Der eine bezeichnet es als Glück. Ich sehe das als eine der wenigen positiven Nebenwirkungen meiner adipösen Vergangenheit. Ich vermute, dass mein massives Übergewicht eine entsprechende Rumpf-Stabilität sowie Widerstandsfähigkeit der Knochen, Knorpel, Bänder und Sehnen hervorgerufen hat. Hiervon profitiere ich heute bei vergleichbar hohen Trainingsbelastungen. 

Wie hast du es geschafft 10 Kilometer in 45 Minuten zu laufen?

Das waren meine Voraussetzungen:
1. Ich lief die 10 Kilometer bereits in unter 60 Minuten.
2. Ich hatte dafür 9 Wochen Zeit
3. Ich konnte 5 bis 7mal pro Woche trainieren

Das waren Inhalte meiner Trainingsanleitung:
1x 20 km Dauerlauf - 6:00 bis 6:10
1x 12 km Dauerlauf - 5:30 
1x 15 km Dauerlauf - 5:00 bis 5:15
1x 4 km Einlaufen, Intervalle in 4:45 bis 4:30, 4 km Auslaufen
1x 4 km Einlaufen, Intervalle in 4:00 bis 4:20, 4 km Auslaufen

Das war mein Laufumfang:
ca. 90 Kilometer in den Belastungswochen
ca. 60 Kilometer in der Erholungswoche


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