Meine Geschichte


 Hallo, mein Name ist Guido Sander. 

Ich hatte einen frühen Drang nach Freiheit, Anerkennung und Selbstbestimmung. Das zeigte sich besonders darin, dass ich mich bereits mit sechzehn (16) Selbständig gemacht habe. Ich habe in dieser Zeit große Lebenskrisen erlebt. Ich besaß mit 30 ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern – doch ich verlor (fast) alles, was ein Mensch verlieren kann: Meine Firma, meine Partnerin, meine Familie, mein Geld, meine Freunde, ja, sogar meinen guten Namen. Doch weil für mich Aufgeben keine Alternative war, stand ich wieder auf und startete von Neuem.

So begann ich am 01. August 2003 mit 200.000 EUR Schulden – nur 5 Jahre später hatte ich wieder ein ansehnliches Unternehmen, repräsentative Büroräume, 10 Mitarbeiter, ein gutes finanzielles Einkommen und eine liebevolle neue Partnerin.

Doch dann wendete sich das Blatt erneut. Im Februar 2009 nahm sich mein Bruder das Leben. Und wenige Monate später im Oktober 2010 verstarb mein Vater unerwartet mit 67 an Herzversagen. 50 Jahre gearbeitet, wenig vom Leben gehabt!

Das war der Anfang meiner bisher größten Sinn- und Lebenskrise. Einhergehend mit Trauer, Wut, Schuld und großer Verzweiflung. Genau zwei Stunden nach dem Tod meines Vaters wusste ich, auch ich bin gerade innerlich gestorben. Meine Träume erschienen unwiederbringlich. Mein bisheriges Leben wirkte auf einmal klein und bedeutungslos. 

Ich bemerkte, wenn ich so weitermache, lebe ich ebenfalls nur ein Leben in Arbeit und Pflichtbewusstsein, so wie mein Vater. Und mein wahres Leben, meine eigentliche Berufung bleibt verborgen. Das war die Zeit, wo ich noch mehr in mich hineingefressen habe. Ich wurde immer dicker und dicker. Ein enormer Schutzpanzer bildete sich. So stieg mein Höchstgewicht auf insgesamt 193 Kilogramm.

Gleichzeitig kam bei mir die Sehnsucht auf, dass ich mich endlich besser fühlen wollte. Wie besser, war für mich diffus. Mein einziger Gedanke war, einfach nur besser! Also machte ich mich auf die Suche nach möglichen Lösungen und fing an, erstmalig überhaupt Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Da ich mich nicht krank fühlte, waren therapeutische Angebote aus dem Gesundheitssystem, für mich undenkbar.

Ich investierte daher in professionelles Coaching. Davon infiziert ging ich selbst in eine systemische Coaching-Ausbildung. Fachlich fundiert und über die Jahre immer weiter vertiefend war ich irgendwann bei dem Thema Bearbeitung von schwierigen Gefühlen für mich angekommen. Ich hatte meine Spezialdisziplin gefunden. Ich ließ keine Gelegenheit aus, um mich als Klient oder Coach in der Gruppenarbeit zu beweisen. Kein Thema war mir im Selbstversuch zu heiß. Kein Gefühl zu unangenehm. Und ich wusste, ich kann nur dann andere Menschen dazu bewegen sich den eigenen Emotionen und Gefühlen zu stellen, wenn ich durch meine eigenen Belastungsproben dieses glaubhaft darlegen und untermauern kann.  Also arbeitete ich an meinen Themen.

Und so kam es, dass ich Ende 2015 meine Selbststeuerungsfähigkeiten, meine mentale Begabung und meine emotionale Kompetenz deutlich weiterentwickelt hatte.

Ganz im Gegensatz zu meinem Körperbewusstsein. Mein Gesundheitszustand war inzwischen desolat. Ich hatte durch mein enormes Übergewicht einen zu hohen Blutzucker, Diabetes Typ II, Bluthochdruck, Kreislaufbeschwerden, nächtliche Panik- und Schweißausbrüche und eine sehr ausgeprägte Schlafapnoe. Und zu meinem Erschrecken kamen dann noch Netzhaut-Foramen hinzu (Löcher in der Netzhaut). Mein Ernährungsverhalten war eine Katastrophe. Bewegung, ein jahrzehntelanges Fremdwort, geprägt von Vermeidung und Verdrängung und negativen Erfahrungen aus der Schulzeit.

Und so ging ich das Thema Abnehmen an. Aus der Eingebung heraus, mein Kopf und Bauch waren sich einig, das ist meine eigentliche Lebensaufgabe! Und wenn der Tod meines Bruders und meines Vaters einen tiefergehenden Sinn haben soll, dann diesen, dass ich endlich leben soll!  Der Rest des Abnehmens ist Geschichte. Bilder sagen hier mehr als viele weitere Worte.

Nach Schwimmen und Radfahren kam für mich dann das Undenkbare. Das Thema Bewegung durch Laufen. Ich wollte es nicht, habe mich bis zuletzt gewehrt. Konkret, ich konnte endlich das virtuelle Kopfrasen durch das leistungsorientierte Laufen eintauschen. Und das macht mir Spaß, gibt mir wieder ein Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung, so wie früher. Nur anders. Macht mich im Leistungsvergleich sogar glücklich, zufrieden und stolz zugleich.  Gibt mir Anerkennung. Und noch besser: Emotional ist es mein neues Herzensthema, meine Leidenschaft, meine Berufung. Das ist für mich grenzenlose Freiheit.  

Heute bin ich glücklicher und zufriedener denn je. Habe zwischenzeitlich meine Traumfrau, mit der ich nunmehr seit 15 Jahren zusammenlebe, geheiratet. Ich lebe ein deutlich ausbalanciertes Leben und erfreue mich an meiner eigenen Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Einhergehend mit bewusster Ernährung, viel Bewegung und einem enormen Aktivitätsdrang. 


Wagenfeld, 17. Juli 2019   


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